19.06.2024
Vom Extremismus zur Aufklärung: Axel Reitz' eindringlicher Bericht am SBBZ







Durch die Vermittlung und Organisation der Friedrich-Naumann-Stiftung, namentlich Herrn Poloczek-Becher, konnten wir am 13. Juni Herrn Axel Reitz am SBBZ begrüßen.


Herr Reitz berichtete mehreren Klassen von seiner Wandlung vom „Hitler von Köln“ zum „Saulus von Köln“. Sein schonungsloser offener Bericht erklärte, wie er zu einem der bekanntesten NeoNazis Deutschlands wurde und schilderte auch die schwierige Phase der Ablösung aus dem Milieu.


Axel Reitz erklärte eindringlich die Mechanismen der menschenverachtenden Ideologie der rechtsextremen Szene. Die Abgrenzung von die und wir, das konsequente Beharren auf dem Freund-Feind-Bild, ermöglicht die Entstehung einer vermeintlichen Gemeinschaft, die für das „Überleben Deutschlands“ kämpft.


Genau diese Abgrenzung führte jedoch dazu, dass Axel Reitz sozial isoliert war, Freunde und Familie sich von ihm abgewandt haben. Auch mehrere Gerichtsverfahren und Haftstrafen bestärkten ihn nur in seiner Überzeugung auf der richtigen Seite zu kämpfen.


Herr Reitz hat seine persönlichen Lebensziele 15 Jahre lang einer Ideologie untergeordnet, um letztendlich festzustellen, dass seine Kameraden sich gegenseitig bekämpften und sich geschlossen gegen ihn wandten.
Er appellierte eindringlich an alle Anwesenden immer wieder nachzufragen und nicht einfach alles zu glauben was von Populisten, wie z.B. Björn Höcke, als Wahrheit verbreitet wird.
Lehrer und Lehrerinnen, ebenso wie Schüler und Schülerinnen erlebten einen sehr engagierten Kämpfer für die Demokratie und erhielten viele Informationen, die zum Nachdenken anregen und noch nachwirken werden.

 

Wir bedanken uns bei Axel Reitz und der Friedrich-Naumann-Stiftung für diese besonderen Schulstunden.